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Mehr als #MeToo – Monika Wulf-Mathies legt Abschlussbericht ihrer Prüfung beim WDR vor

18. September 2018

Dr. Monika Wulf-Mathies hat am 12.09.2018 in Bonn ihren Abschlussbericht zum Umgang des Westdeutschen Rundfunks (WDR) mit Vorwürfen sexueller Belästigung vorgelegt. Die frühere Gewerkschaftschefin war von WDR-Intendant Tom Buhrow mit der Untersuchung beauftragt worden. Ihr Bericht trägt den Titel „Mehr als #MeToo – Die Verantwortung des WDR als Arbeitgeber“ und basiert auf den Unterlagen zu bekannt gewordenen Fällen sexueller Belästigung im WDR sowie auf Gesprächen mit Mitarbeitern. Bei ihrer Untersuchung ist Wulf-Mathies von unseren Rechtsanwälten Dr. Julia Jankowski und Dr. Stephan Pauly unterstützt worden.

In ihrem Bericht fordert Wulf-Mathies einen Kulturwandel, da sich bei den von ihr geführten Gesprächen sehr schnell gezeigt habe, dass das Thema sexuelle Belästigung nur die Spitze des Eisberges ist, hinter dem sich Machtmissbrauch, Diskriminierungserfahrungen und eine Unzufriedenheit mit dem Betriebsklima verbergen. Es gehe nicht nur um die #MeToo-Debatte über sexuelle Belästigung, sondern um „strukturelle Defizite“.

Für den zukünftigen Umgang mit Vorwürfen sexueller Belästigung fordert Wulf-Mathies u.a. eine dauerhafte externe Anlaufstelle für Betroffene, eine umfassendere Dienstvereinbarung mit Einrichtung einer Clearing-Stelle und ein eindeutig definiertes Verfahren mit klaren Berichtswegen und Zuständigkeiten.

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